Rechtsanwältin Dr. Diana White

Führung in der Wissenschaft: Coaching und Training

Wissenschaftliche Arbeit braucht Eigenständigkeit, fachlichen Austausch und Raum für neue Gedanken. Zugleich müssen Lehrstühle, Institute und Forschungsgruppen Entscheidungen treffen, Aufgaben verteilen und gemeinsame Vorhaben organisieren. Wer hier führt, bewegt sich zwischen unterschiedlichen Erwartungen und Rollen.

Ich unterstütze Führungspersonen an Universitäten, Instituten und Forschungseinrichtungen dabei, ihre Leitungsverantwortung zu klären und im Arbeitsalltag sicherer wahrzunehmen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Situationen: Aufgaben delegieren, Erwartungen ansprechen, Entscheidungen vermitteln und Konflikte bearbeiten.

Wissenschaftsfreiheit und Leitungsverantwortung unterscheiden

Die besondere Bedeutung wissenschaftlicher Freiheit kann im Alltag zu Unsicherheit führen: Welche Vorgaben sind angemessen? Wie verbindlich darf eine Aufgabe formuliert werden? Wo endet die fachliche Eigenständigkeit und wo beginnt die Verantwortung für gemeinsame Abläufe?

Diese Fragen lassen sich nicht pauschal für alle Personen und Einrichtungen beantworten. Entscheidend sind die jeweilige Funktion, die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die konkrete Aufgabe. Im Coaching und Training arbeiten wir daran, diese Ebenen auseinanderzuhalten und den eigenen Handlungsspielraum klarer zu erfassen.

Für wen eignet sich das Angebot?

Angesprochen sind Professorinnen und Professoren, Instituts- und Lehrstuhlleitungen, die Leitung von Forschungsgruppen sowie weitere Personen mit Personal- oder Projektverantwortung. Auch die Personalentwicklung kann das Angebot für einen bestimmten Teilnehmerkreis oder eine konkrete Führungsaufgabe anfragen.

Welche Fragen stellen sich im wissenschaftlichen Führungsalltag?

  • Wie formuliere ich Aufgaben verbindlich und respektiere zugleich fachliche Eigenständigkeit?
  • Wie kläre ich Zuständigkeiten, Prioritäten und Entscheidungswege?
  • Wie gehe ich mit wechselnden Rollen zwischen fachlichem Austausch, Betreuung und Personalführung um?
  • Wie spreche ich ausbleibende Ergebnisse oder wiederholt nicht eingehaltene Absprachen an?
  • Wie bearbeite ich Spannungen zwischen wissenschaftlichem und allgemeinem Personal oder innerhalb einer Forschungsgruppe?

Wie lässt sich im wissenschaftlichen Umfeld wirksam delegieren?

Delegation beginnt mit Klarheit über die Aufgabe. Welche Ergebnisse werden gebraucht, bis wann und mit welchem Entscheidungsspielraum? Was muss abgestimmt werden und wo kann selbstständig gearbeitet werden? Gerade in einem Umfeld mit hoher fachlicher Spezialisierung ist es hilfreich, diese Erwartungen ausdrücklich zu besprechen.

Wir arbeiten an Formulierungen und Gesprächsabläufen, die zu Ihrer Rolle passen. Dazu gehört auch, Zwischenstände und Rückmeldungen zu vereinbaren, ohne jeden Arbeitsschritt vorzugeben. Wenn eine Aufgabenverteilung nicht funktioniert, betrachten wir sowohl die Kommunikation als auch die zugrunde liegenden Zuständigkeiten.

Schwierige Gespräche und Konflikte führen

In wissenschaftlichen Einrichtungen können fachliche Meinungsverschiedenheiten, Konkurrenz um Ressourcen und persönliche Abhängigkeiten aufeinandertreffen. Für ein schwieriges Gespräch ist deshalb zunächst zu klären, worum es tatsächlich geht und in welcher Rolle die Beteiligten miteinander sprechen.

Im Training können Sie üben, Beobachtungen konkret zu benennen, Erwartungen verständlich zu formulieren und Vereinbarungen festzuhalten. Besteht ein Konflikt zwischen mehreren Beteiligten, prüfen wir, ob eine gesonderte Mediation oder eine andere Form der Klärung sinnvoll ist.

Führung in der Wissenschaft verlangt einen bewussten Umgang mit Verantwortung und Kommunikation. Je nach Anliegen können Führungskräftecoaching, Kommunikationstraining oder gemeinsames Konfliktmanagement den Schwerpunkt bilden. Wenn die Zusammenarbeit einer Forschungsgruppe bereits belastet ist, hilft es, zunächst den Bedarf an einer Teammediation zu klären. Allgemeine Ansätze der Konfliktlösung im Unternehmen lassen sich dabei nur mit Blick auf die jeweiligen institutionellen Rollen und Rahmenbedingungen übertragen.

Welche Erfahrung bringe ich mit?

Ich verbinde meine Tätigkeit als Rechtsanwältin und Wirtschaftsmediatorin mit meiner Arbeit als Business Coach und Supervisor. Durch meine Lehraufträge an Universitäten und Business Schools kenne ich auch das Hochschulumfeld. Mein Augenmerk gilt der Verbindung von persönlicher Führungsrolle, institutionellen Strukturen und einer Zusammenarbeit, die im Alltag funktioniert.

Coaching oder Workshop anfragen

Sie möchten Ihre eigene Führungsrolle reflektieren oder ein Training für Leitungspersonen Ihrer Einrichtung gestalten? Kontaktieren Sie mich. Im ersten Gespräch klären wir Zielgruppe, Anlass und die Themen, an denen Sie arbeiten möchten.

Kontakt: mediation@dianawhite.at · +43 1 890 277 277

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